Selbstverpflichtung im Bereich der Nachhaltigkeit erfordert Arbeit, genau wie in Beziehungen oder im Job. Wer seinen Teil zur Bekämpfung der Klimakrise leisten will, muss sich engagieren – es passiert nicht von selbst.
Ein Beispiel sind E-Autos und E-Bikes. Diese verlagern Umweltschäden, statt sie zu verringern. E-Bikes sind nur dann umweltfreundlicher, wenn sie Autos ersetzen, nicht aber, wenn sie herkömmliche Fahrräder substituieren. Und E-Autos lösen erst recht keine grundlegenden Probleme, sondern verschieben sie nur, vor allem von den sogenannten entwickelten Ländern in den globalen Süden.
Der vermeintliche Luxus, der Fortschritt und die Entwicklung, die wir genießen, basieren oft auf postkolonialer Ausbeutung. Rohstoffe werden weiterhin aus diesen Ländern extrahiert, was dort vergiftete Gewässer, Kinderarbeit und zerstörte Natur zur Folge hat.
Gleichzeitig befriedigen wir unseren Hunger nach vermeintlicher Nachhaltigkeit, ohne die tatsächlichen Kosten zu sehen. E-Autos sind keine Lösung, sie sind eindeutig Teil des Problems. Wir müssen aufhören zu glauben, dass die Welt durch den Kauf von E-Autos besser wird.
Zukunft kann nur gelingen, indem wir Nachhaltigkeit als Ganzes betrachten: sozial, gerecht, umweltschonend und global.
Fahrradkurier El Niño #02 gehört zum Fahrradkurierdienst CROW, welcher Autos durch Lastenräder ersetzt und damit auch zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt beiträgt.

